Landtagsabgeordnete Christina Weng (SPD): „Arbeitsbedingungen der Hebammen müssen verbessert werden – Geburtshilfe in NRW sichern“

Bild: Pixabay.com

„Hebammen sind die unverzichtbare Grundlage für eine selbstbestimmte, geborgene und sichere Geburt. Ohne Hebammen gibt es auch keine adäquate Vor- und Nachsorge“, erklärte jetzt die heimische Landtagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin Christina Weng (SPD) anlässlich einer Sachverständigenanhörung zum Thema „geburtshilfliche Versorgung“ im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags NRW.

Der Landtag hatte Expertinnen und Experten eingeladen, um die Lage der Geburtshilfe in NRW zu erörtern. Der Hebammenberuf ist in seiner Existenz ernsthaft gefährdet. Seit 2002 haben sich die Haftpflichtprämien, die eine freiberufliche Hebamme für die Geburtshilfe aufbringen muss, verzehnfacht. Außerdem schließen viele Kliniken ihre Entbindungsstationen, vor allem in ländlichen Regionen.

„In den Mühlenkreiskliniken stand die Gynäkologie mit der Geburtshilfe auch auf dem Prüf-stand. Die Entscheidung, die Standorte hier zu erhalten und damit den Frauen aus dem Um-land einen erreichbaren und gesicherten Zugang zur Geburtshilfe zu erhalten, war die Richtige. Wir unterstützen die Hebammen in ganz Nordrhein-Westfalen in ihren Forderungen nach einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der geburtshilflichen Versorgung mit Heb-ammen“, so die SPD-Politikerin Weng. „Die Sicherung des Hebammenberufes in Nordrhein-Westfalen ist dringend notwendig, auch um die Wahlfreiheit für werdende Mütter und Eltern über Geburtsort und die Umstände der Geburt flächendeckend zu gewährleisten.“

Bereits in der Vergangenheit wurde mit einem „Runden Tisch Geburtshilfe NRW“ mit allen Akteurinnen und Akteuren, die an der Versorgung in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im Wochenbett beteiligt sind, die Situation der Hebammen und der Geburtshilfe in Nordrhein-Westfalen erörtert. Der Runde Tisch hatte dabei zahlreiche Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation der Hebammen und der geburtshilflichen Versorgung erarbeitet. Eine der Forderungen ist, auf Bundesebene eine kostendeckende Vergütung der Heb-ammen durchzusetzen. Zur Reduzierung der Beitragsrisiken fordert der Deutsche Hebammenverband die Einrichtung eines Haftpflichtfonds. Diese Forderungen unterstützt die Gesundheitsexpertin Weng aus Minden.

„Die Mitte-Rechts-Landesregierung ist aufgefordert, den Prozess der Weiterentwicklung der geburtshilflichen Versorgung umzusetzen und weiterzuführen. Die von Minister Laumann angekündigte Projektgruppe muss die Datenerhebung der geburtshilflichen Versorgung in NRW, sobald diese abgeschlossen ist, zügig auswerten und in konkrete Maßnahmen überführen;“ erklärte Christina Weng abschließend.