Im mobilen Internet bleibt NRW auf der lahmen Edge-Strecke unterwegs!

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Wie schon bei den Gigabit-Plänen, bleibt auch beim mobilen Internet von den vollmundigen Versprechungen der Landesregierung nur heiße Luft übrig. Und die Interessen der Mobilfunkanbieter sind dem zuständigen Minister Pinkwart offensichtlich viel wichtiger, als die Interessen der Kunden.

Anders lässt es sich nicht erklären, dass die Mobilfunkanbieter in NRW nur auf freiwilliger Basis die LTE-Versorgung verbessern müssen, anstatt klare Vorgaben zu machen und verbindliche Vereinbarungen zu schließen. Dabei haben sich die Anbieter bereits 2015 dazu verpflichtet, bis 2020 die LTE-Versorgung landesweit auf 97 Prozent zu steigern. Was hier als Erfolg gefeiert wird, ist am Ende keiner.

Einen Beitrag zur Verbesserung der LTE-Versorgung könnte das sog. „National Roaming“ leisten. Beim „National Roaming“ würden sich die Mobilfunkgeräte der Kunden ins jeweils beste Netz vor Ort einwählen und für die Nutzung des Fremdnetzes würde der Kundenprovider Gebühren an den anderen Anbieter leisten.

Minister Pinkwart lehnt ein solches nationales Roaming allerdings ab und will sich auf Bundesebene gegen entsprechende Pläne einsetzen. Und dies wird sicherlich ganz im Sinne der größeren Anbieter sein.

Während die Landesregierung das Liedchen vom „Privat vor Staat“ trällert und von einer Verpflichtung der Anbieter zum Ausbau der digitalen Infrastruktur absieht, sind die Menschen in NRW weiterhin auf der lahmen Edge-Strecke unterwegs.