Erzieherausbildung: Das FDP-Konzept lautet Mäkeln statt Handeln

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Zur FDP-Kritik an der Millionenförderung des Bundes für eine vergütete Erzieherausbildung erklärt Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

300 Millionen Euro will SPD-Bundesfamilienministerin Franziska Giffey den Ländern für eine Fachkräfteoffensive zur Verfügung stellen. Dadurch soll auch die Erzieherausbildung von Beginn an vergütet werden. Das FDP-geführte Familienministerium in NRW hat seit Amtsantritt keine Initiative für eine vermehrte Ausbildung ergriffen. Trotz Rekordsteuereinnahmen geht sie dieses Thema nicht an. Mäkeln statt Handeln scheint die Devise zu lauten.


Dabei ist der Mangel an qualifiziertem Kita-Personal landesweit ein wachsendes Problem. Wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher, weil der Bedarf an Kita-Plätzen steigt und wir den Fachkraft-Kind-Schlüssel verbessern wollen. Die SPD hat gezielte Anreize für zusätzliche Ausbildung vorgeschlagen. Mit 70 Millionen Euro sollte die Ausbildungsbereit-schaft der Kita-Träger gewürdigt werden.

Kitas sollten im ersten Jahr der praxisintegrierten Ausbildung (PiA) mit jährlich 10.000 Euro pro Beschäftigungsverhältnis unterstützt werden. Für Berufspraktikantinnen und –prakti-kanten im praktischen Jahr in der klassischen Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin bzw. zum staatlich anerkannten Erzieher sollte die Trägerförderung 5.000 Euro betragen.

Die CDU-FDP-Regierung geht diese Frage jedoch nicht an und legt keine eigenen Ideen vor. Immer nur nach mehr und mehr Bundesgeld zu rufen wird weder dem Problem noch der guten Haushaltlage des Landes gerecht.